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Karl Ranseier ist tot! Kommt jetzt die Finanztransaktionssteuer auf den S&P500?

Karl Ranseier ist tot. Karl Ranseier, der wohl erfolgloseste Unterhändler der Regierung, verantwortete eine Finanztransaktionssteuer, die das Kunststück hinbekommt, vor allem die Privatanleger zu belasten.

Ranseiers Ziel war, mit allen Mitteln die Grundrente zu finanzieren. Beim Versuch die Steuer bei den großen Jungs durchzusetzen, biss sich Ranseier bei Goldman Sachs und Konsorten die Zähne aus.

Ranseier hatte aber eine geniale Idee. Statt gegen die starken Lobbyisten der Finanzbranche anzukämpfen, wurden kurzerhand die Privatanleger zu Lobbyisten erklärt.

Wer als Privatanleger 1.000 Aktien besitzt, der muss reich sein, so die Logik aus dem Finanzministerium. Erste geltungsbewusste Youtuber deckten sich mit Pennystocks ein und tragen jetzt auf verschiedenen Kanälen ihren Reichtum zu schau. Gleichzeitig schauen die bedauernswerten Anleger von Berkshire Hathaway Klasse A mit ihren lächerlichen 5 Aktien in die Röhre.

Ranseiers Vorschlag bezieht sich auf europäische Aktien mit einem Börsenwert von mehr als 1 Milliarde Euro. Dies wären ca. 150 deutsche Unternehmen und insgesamt 500 Unternehmen in Europa. In Anlehnung an diesen 500 Unternehmen wollte Ranseier die Unternehmen in den S&P500 (Scholz & Partner 500) zusammenfassen.

Da das Finanzministerium es nicht so mit Aktien hat, war ihnen nicht bewusst, dass der Begriff S&P500 schon belegt ist. Er steht für die 500 größten Unternehmen der USA. Ranseier war aber kreativ und gab dem Kind schlussendlich den Namen SCH&P500.

Kern der Finanztransaktionssteuer ist die Besteuerung von Aktientransaktionen aus dem SCH&P500. Also: Europäische Aktien kaufen, Zack 1% an Olaf.

Offizielles Ziel der Finanztransaktionsteuer ist es, kurzfristige, spekulative Geschäfte mit Wertpapieren einzudämmen. Blöd ist nur, dass genau das die aktuelle Fassung der Finanztransaktionssteuer nicht tut.

Die wahren Spekulanten an der Börse handeln weit weniger mit Aktien direkt, sondern wetten einfach auf Entwicklungen der Wertpapiere. Das ist so als ob du ins Casino gehst und dem Croupier Olaf artig mit Trinkgeld versorgst, während ein Dritter gleichzeitig mit viel höheren Summen auf deine Einsätze wettet und gar nicht in die Verlegenheit kommt Trinkgeld zu zahlen.

Karl Ranseier verfolgte aber einen geheimen Plan. Er wollte mit der neuen Finanztransaktionssteuer die Privatanleger zu Buy&Hold Anlegern umerziehen und den Home-Bias entgegenwirken. Home-Bias beschreibt in diesem Zusammenhang die Tendenz der Anleger, in die Heimatmärkte wie bei uns den DAX-Unternehmen zu investieren.

Karl Ranseier starb bei dem Versuch, seinen Kritikern wiederholt zu erklären warum die eigentlichen Spekulanten gar nicht von der Steuer betroffen sind.

Der Bundestagsabgeordnete Jakob Maria Mierscheid äußerte großes Bedauern über den Tod von Karl Ranseier. Er kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass die Finanztransaktionssteuer Zähne gegenüber den echten Spekulanten zeigen soll. Beim Versuch ein Gespräch mit Goldman Sachs zu erzwingen, wurde er allerdings – wie schon zuvor Karl Ranseier – am Empfang abgewiesen.

Mein Tipp: Locker bleiben und lieber eine alte Folge Samstag Nacht schauen. Das wird schon wieder.

Beitragsbild von Amy Moore auf Pixabay

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