100k Konzept

Viele Menschen tun sich beim Anlegen schwer die Fragen Wie und Wann für sich zu beantworten. Beim Wie muss man eine für sich passende Strategie entwickeln und anschließend aus abertausenden Möglichkeiten passende Produkte auswählen. Beim Wann kommen dann sofort die Zweifel, ob jetzt der richtige Zeitpunkt und/oder die passende Strategie für den Start ist oder ob man vielleicht noch etwas warten sollte.

Was ist das 100k Konzept?

Das 100k Konzept basiert auf in der Finanzcommunity breit akzeptierten Anlagestrategie. Ähnliche Konzepte gibt es bei der Stiftung Warentest (Pantoffel Portfolio) und Dr. Gerd Kommer (Weltportfolio Variante 1). Mit dem 100k Konzept kann jeder sofort starten und mit wenig Zeiteinsatz 80% seines Bedarfs bereits decken. Es gibt unzählige Anlagestrategien und jede Strategie hat ihre Berechtigung. Das 100k Konzept ist auf die Optimierung von Kosten und Nutzen entwickelt worden. Es eignet sich damit vor allem für die Anleger, die nicht viel Zeit in dieses Thema investieren wollen. Aber auch für viele fortgeschrittene passive Anleger dient diese Strategie als Basisanlage.

Die Attribute des 100k Konzepts

Das 100k Konzept hat die folgenden Attribute

  • Es ist die absolut einfachste Umsetzung einer breit akzeptierten Anlagestrategie (eine sog. Brot- und Butter Anlagestrategie)
  • Minimaler Aufwand, minimale Kosten und garantiert überdurchschnittliche Rendite in Bezug auf die richtig gewählte Benchmark*
  • Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Buy & Hold: Verkäufe sind nur für die Entnahme oder das Rebalancing vorgesehen. Es gilt: Verkaufe niemals, weil die Kurse einbrechen! Wenn du dazu nicht in der Lage bist sind die offensiven Varianten dieses Konzept nicht für dich geeignet!
  • Flexibel: Du kannst deine Sparraten ändern oder aussetzen und dir jederzeit den Betrag auszahlen lassen oder auch beliebig einen größeren Betrag einzahlen
  • Es handelt sich um ein Konzept, und nicht um ein Produkt. Jeder kann dieses Konzept mit wenig Zeitaufwand umsetzen.

*Mit Garantien sollte man im Allgemeinen vorsichtig sein. In diesem Fall ist es eine mathematische Notwendigkeit, dass bei korrekt gewählter Benchmark die Rendite nach Kosten über alle Marktteilnehmer hinweg überdurchschnittlich sein muss. Warum das so ist wird unter anderem hier erklärt.

Die zwei Bausteine: Risikoarmer und chancenorientierter Anteil

Das Konzept besteht aus einen risikoarmen und einen chancenorientierten Anteil. Der risikoarme Anteil bringt die gewünschte Maß an Ruhe (weniger Schwankungen und damit Risiko) in das Portfolio, der chancenorientierte Anteil wiederum sorgt für die Rendite. Beide bedingen sich: Will man weniger Risiko, muss man sich mit weniger Rendite zufrieden geben. Will man mehr Rendite, muss man bzgl. der Schwankungen am Aktienmarkt gute Nerven haben.

Der risikoarme Anteil

Der risikoarme Anteil besteht aus einem ganz normalen Tagesgeldkonto oder einem Festgeldkonto. Wegen der gesetzlichen Einlagensicherung ist maximal 100.000 € pro Bank und Kunde abgesichert (bei einem Gemeinschaftskonto 200.000 €). Sollte dieser Anteil überschritten werden, kann entweder ein zusätzliches Konto bei einer anderen Bank eröffnet werden oder man investiert in kurzfristige sicheren Staatsanleihen in Euro*.

* Das Thema Anleihen ist leider nicht ganz ohne. Da Anleihen an der Börse gehandelt werden unterliegen sie Kursschwankungen. Das hat etwas mit dem Zinsänderungsrisiko zu tun. Sinken die Marktzinsen, steigen die Anleihen. Steigen die Martkzinsen, dann sinken die Anleihen. Bei kurzfristigen sicheren (als Staaten mit einer hohen Bonität wie z.B. Deutschland) Staatsanleihen in Euro (zur Vermeidung von Währungsrisiken) hat man den besten Kompromiss zwischen Sicherheit, Wertstabilität und Liquidität. Es lohnt sich aber erst dann mit dem Thema zu beschäftigen, wenn der risikoarme über 100.000 € pro Person und Bank liegt.

Der chancenorientierte Anteil

Beim chancenorientierten Anteil wollen wir in die Weltwirtschaft investieren. Dafür beteiligen wir uns an den größten Unternehmen weltweit und profitieren damit vom weltweiten Wachstum. Mittlerweile gibt es mit sog. Exchange Traded Funds (ETFs) die Möglichkeit in die gesamte Weltwirtschaft zu investieren. Statt von jedem Unternehmen Anteile zu erwerben, was für den normalen Anleger am Aufwand und am nötigen Kleingeld scheitern dürfte, bieten ETFs die Möglichkeit Anteile an einen Korb von Unternehmen zu erwerben, die ziemlich gut die Weltwirtschaft widerspiegeln und dabei noch extrem kostengünstig sind.

Es gibt mittlerweile Tausende von ETFs. Jedes dieser Produkte bildet einen sog. Index ab. Der DAX z.B. ist ein solcher Index. Hier sind die 30 größten deutschen Unternehmen enthalten. Da wir aber alle Unternehmen weltweit haben möchten gibt es aktuell vier für uns relevante Indizes:

  • MSCI World: Enthält ca. 1600 Unternehmen aus 23 Industrieländern
  • MSCI ACWI (All Country World Index): Enthält ca. 3000 Unternehmen weltweit. Zusätzlich zu den Industrieländern auch die sog. Schwellenländer
  • MSCI World IMI: Enthält über 9000 Unternehmen der weltweit investierbaren Unternehmen (anders als die oberen beiden auch kleinere Unternehmen)
  • FTSE All World: Ähnlich wie der MSCI ACWI – nur ein anderer Indexanbieter

Die Mischung macht’s

Bei dem risikoarmen Anteil verleihst du dein Geld und bekommst dafür Zinsen (die wenigsten wissen, dass die Einlagen bei der Bank der Bank gehören und die Bank dir gegenüber der Schuldner ist). Da der Preis des Geldes aktuell sehr günstig ist (in Form von Zinsen) und da gleichzeitig die Sicherheit sehr hoch ist (die Einlagesicherung und wenn alle Stricke reißen bürgt der Staat – und damit die Gemeinschaft) ist dieser Anteil dafür zuständig die Schwankung (und damit das Risiko) im Portfolio zu glätten. Dieser Anteil ist nicht dafür zuständig Rendite zu erwirtschaften. Wir gehen daher für diesen Anteil von einen Erwartungswert von 0% nach Inflation aus.

Beim chancenorientierten Anteil erwerben wir Eigentum. Wir beteiligen uns an Unternehmen und profitieren anteilig an den Gewinnen über Dividende oder Kurssteigerungen. Durch die breite Streuung profitieren wir daher von der Produktivität der Weltwirtschaft. Klar ist aber auch, dass die Weltwirtschaft Zyklen hat. Diesen Zyklen ist auch dieser Anteil des Portfolios ausgesetzt. Wer also in 5 Jahren eine Immobilie erwerben möchte, ist schlecht beraten einen großen Betrag in diesen Anteil des Portfolios zu investieren. Ich empfehle einen Investitionszeitraum von mindestens 15 Jahren. Für das weltweite Aktienportfolio gehen wir von einen Erwartungswert von 5% nach Inflation aus. Historisch hat der Weltaktienmarkt 7% erwirtschaftet. Bei einer angenommenen Inflation von 2% können wir den Erwartungswert von 5% nutzen, um einen zukünftigen Wert nach heutiger Kaufkraft zu bestimmen.

Jeder muss für sich individuell die prozentuale Verteilung vom risikoarmen und chancenorientierten Anteil ermitteln. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über mögliche Varianten, der Prozentanteil kann stufenlos eingestellt werden:

Varianterisikoarmchancenorientierterwartete RenditeBuchverlust, wenn der chancenorientiere Anteil 50% nachgibtMindestanlage
(Empfehlung)
risikoarm100%0%0,00 %0,0%kurzfristig
defensiv75%25%1,25%12,5%5 Jahre
konservativ50%50%2,50%25,0%10 Jahre
offensiv25%75%3,75% 37,5% 15 Jahre
chancenorientiert0%100%5,00%50,0%20 Jahre

Die Verteilung ergibt sich aus dem persönlichen Bedarf, der Risikotragfähigkeit und der Risikotoleranz.

Persönliches Bedarf: Ziel einer Finanzplanung ist es den persönlichen Bedarf zu ermitteln. Wenn z.B. eine Rentenlücke zu schließen ist, dann ist der Bedarf der zukünftige Betrag, der notwendig ist um die Rentenlücke zu schließen.

Risikotragfähigkeit: Die Risikotragfähigkeit sagt aus welche Risiken eingegangen werden können ohne dass die Existenz gefährdet ist. Ein Beamter beispielsweise hat eine höhere Risikotragfähigkeit als ein Selbständiger ohne festen Kundenstamm.

Risikotoleranz: Die Risikotoleranz ist der individuelle Umgang mit Risiken. Die einen schlafen schon schlecht, wenn die Börsen mal 2% nachgeben. Andere kümmern sich gar nicht um die aktuellen Börsennews. Sie wissen, dass nicht der Kurs heute entscheidend ist, sondern der in 20 Jahren. Beide Ausprägungen gibt es und eine Anlagestrategie muss dies berücksichtigen. Denn die beste Strategie kann nicht funktionieren, wenn mitten auf dem Weg in Panik verkauft wird. Hinweis: Einen zwischenzeitlicher Einbruch von 50% beim chancenorientierten Anteil kann möglich sein und hat es in der Historie auch bereits gegeben. Bei der defensiven Variante würde bei einem Einbruch der weltweiten Aktienmäkte um 50% das Gesamtportfolio 12,5% an Buchwert verlieren, da nur 25% in den weltweiten Aktienmärkten investiert ist.

Ohne Berücksichtigung der persönlichen Risikotragfähigkeit und Risikotoleranz können folgende Daumenregeln genannt werden:

  • Ich möchte in den nächsten 5 Jahren eine Immobilie erwerben: Variante risikoarm
  • Möglicherweise möchte ich in 10 Jahren eine Immobilie erwerben, bin mir aber noch nicht sicher: Varianten defensiv oder konservativ
  • Ich möchte für mein Alter vorsorgen und habe noch mehr als 20 Jahre Zeit: Varianten konservativ, offensiv oder chancenorientiert

Konkrete Umsetzung

Die konkrete Umsetzung ist nicht schwer. Es gibt zahllose Anleitungen im Internet (Beispiel) wie man das für seine persönliche Bank oder Broker umsetzen kann.

Für den risikoarmen Anteil brauchst du ein Tagesgeld oder Festgeldkonto. Sofern noch kein Tagesgeldkonto besteht findest du bei der Stiftung Wartentest einen guten Überblick über Tagesgeldkonten. Es ist darauf zu achten, dass der Betrag auf dem Tagesgeldkonto 100.000 € pro Person und Bank nicht übersteigt, da alles was über diesen Betrag liegt nicht mehr durch die Einlagensicherung gesichert ist.

Für den chancenorientierten Anteil nutzen wir hier konkret den Index FTSE All World. Es kann aber auch einer der oben genannten Indizes (z.B. MSCI World) genutzt werden. Den FTSE All World gibt es mittlerweile als ETF in zwei Ausprägungen:

  • Ausschüttend (ISIN: IE00B3RBWM25): Die Dividenden werden an den Anleger ausgeschüttet. Dies kann einen positiven psychologischen Aspekt haben, da regelmäßig Geld auf dem Konto des Anlegers landet. Steuerlich kann es auch Sinn machen, wenn der Sparerfreibetrag noch nicht ausgeschöpft ist. Um von den Zinseszins sollte die Erträge aber wieder angelegt werden (was mit zusätzlichen Kosten verbunden sein kann).
  • Wiederanlegend (Thesaurierend; ISIN: IE00BK5BQT80): Die ausgeschütteten Dividenden werden direkt wieder im ETF angelegt. Hier ist steuerlich die sog. Vorabpauschale zu berücksichtigen.

Wenn du auf die ISIN oben klickst wird der entsprechende ETF auf dem Portal justETF angezeigt. justETF bietet nicht selbst den ETF an, listet aber etwas weiter unten auf der Seite die Banken oder Broker inkl. Gebührenstruktur auf. Hier kann man für seine Bank oder Broker schauen, ob der ETF angeboten wird oder bei Bedarf einen neuen Broker auswählen. Die oben aufgezählten anderen Indizes verweisen ebenfalls auf justETF.

Sparplan oder Einmalanlage

Für die meisten wird ein Sparplan in Frage kommen, da im Normalfall der Vermögensaufbau aus den laufenden Einnahmen geschieht.

Sparplan

Hierfür muss bei der jeweiligen Bank oder Broker ein regelmäßiger Sparplan angelegt werden. Dasselbe geschieht für den Anteil des Tagesgeldkontos was im Normalfall mit einem Dauerauftrag realisiert wird.

Beispiel: Du möchtest monatlich 200 € zu 70% in den chancenorientierten und zu 30% in den risikoarmen Teil anlegen. Damit wird für 140 € ein monatlicher Sparplan für den ETF und für 60 € ein Dauerauftrag für die monatliche Überweisung auf dein Tagesgeldkonto angelegt.

Einmalanlage

Die Einmalanlage unterscheidet sich vom Sparplan dahingehend, dass ein größerer Betrag (z.B. Erbe, Bonus, Steuerrückzahlung etc.) angelegt wird. Es wird also statt eines Sparplans einfach eine Kauforder (ETF) und eine Überweisung (Tagesgeld) getätigt. Achtung: Die Kosten unterscheiden sich im Normallfall für einen Sparplan (bei Aktionen oft kostenfrei) und normaler Kauforder.

Rebalancing (oder das prozentuale Gleichgewicht wieder herstellen)

Wenn du anteilig sowohl risikoarm als auch chancenorientiert investierst, solltest du regelmäßig (z.B. jährlich) die ursprüngliche Gewichtung wieder herstellen.

Beispiel: Du hast 70% in den chancenorientierten Anteil und 30% in den risikoarmen Anteil investiert. Nach einem Jahr sind die Aktienmärkte gut gelaufen. Der Wert des chancenorientierten Anteil ist jetzt auf 80% des Gesamtportfolios gestiegen. Um die ursprüngliche Gewichtung wieder zu erlangen wird der Wert des Gesamtportfolio wieder auf 70% und 30% aufgeteilt. Dafür verkauft man den entsprechenden Betrag aus dem chancenorientierten Anteil und schichtet ihn in den risikoarmen Anteil um. Um das Rebalancing möglichst kostengünstig und steuerschonend durchzuführen gibt es weitere Strategien

  • Rebalancing durch Anpassung der Aufteilung der Sparrate
  • Rebalancing durch Nutzung von Ausschüttungen und/oder weiterer Liquidität

Du kannst auch ganz auf das Rebalancing verzichten, musst dir aber im Klaren darüber sein, dass sich die Risikostruktur in deinem Portfolio über die Zeit verändern wird. Wenn du 100% im chancenorientierten investiert bist ist natürlich auch kein Rebalancing notwendig. Weitere Infos zum Thema Rebalancing findest du unter anderem bei justETF.

Der Entnahmeplan (oder irgendwann will ich ja auch mal etwas davon haben)

Ab einem bestimmten Zeitpunkt möchtest du sicherlich aus deiner Anlage eine Auszahlung haben. Genau wie beim Einzahlen ist die Auszahlung maximal flexibel. Je nach deinen Zielen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten

  • Du lässt dir einmalig alles oder einen größeren Betrag auszahlen
  • Du lässt dir regelmäßigen (z.B. monatlich) einen Betrag auszahlen und verbrauchst das Kapital über einen längeren Zeitraum
  • Du lässt dir regelmäßigen (z.B. monatlich) einen Betrag auszahlen ohne dass das Kapital aufgebraucht wird (siehe 4% Regel)

Annahmen und Daumenregeln des 100k Konzepts

Das 100k Konzept ist vor allem auf Einfachheit ausgerichtet. Es ist einfach umzusetzen, basiert auf wissenschaftlich Erkenntnissen, ist extrem kostengünstig, maximal flexibel und leicht zu verstehen. Es gibt ein paar Grundannahmen, die sich aus historischen Werten ergeben und in die Zukunft projiziert werden. Niemand kennt die Zukunft und daher sind dies nur Erwartungswerte von der wir nach heutiger Information glauben, dass sie mit höherer Wahrscheinlichkeit so ähnlich eintreffen werden. Garantieren kann dies aber niemand. Hier sitzen wir aber mit allen anderen Markteilnehmern im selben Boot.

Annahmen

  • Für die risikoarme Anlage gehen wir von einem Erwartungswert von 0% nach Inflation* aus. Ein Blog-Artikel von Dr. Gerd Kommer erklärt die Gründe für diese Annahme.
  • Für die chancenorientierte Anlage gehen wir von einen Erwartungswert von 5% nach Inflation* aus.
  • Wir setzen die 4% Entnahme-Regel etwas konservativer bei 3,6% an und nutzen diesen Wert für unsere Daumenregeln. Eine hervorragender Artikelserie beim Frugalisten erläutert mehr über Risiken und alternative Strategien.

* Achtung: Wir eliminieren mit diesen Erwartungswerten die Inflation aus unseren Rechnungen. Dies vereinfacht die Rechnungen und die Beträge sind für uns besser greifbar, da sie die heutige Kaufkraft widerspiegelt. Wir rechnen hier also nur mit realen Werten und nicht mit den am Ende höheren nominalen Werten. Wenn das Ergebnis also ist, dass in 30 Jahren pro Monat 1000 Euro zur Verfügung steht, dann ist das der Wert nach heutiger Kaufkraft. Der eigentliche Wert wird bei 2% Inflation bei 1811 Euro liegen. Dies ist auch wichtig zu wissen, wenn mit anderen Konzepten verglichen wird, da dort im Allgemeinen mit Nominalwerten gerechnet wird. Beim einen Vergleich muss die angenommene Inflationsrate von 2% addiert werden. Also der Erwartungswert für die risikoarme Anlage ist dann nominal 2% und der Erwartungswert für die chancenorientierte Anlage ist 7%.

Daumenregeln für die 100k Anlagestrategie

Diese Daumenregeln gelten für Sparpläne mit der Variante chancenorientiert mit einem Anlagezeitraum von mindestens 20 Jahren.

  • Pro 100.000 € Kapital können 300 € monatlich in der Auszahlungsphase entnommen werden, ohne dass das Kapital aufgebraucht wird.
  • Bei einem Anlagezeitraum von 40 Jahren ist als Sparrate ein Einkommensanteil von 18% notwendig, um nach 40 Jahren monatlich das Einkommen abzüglich der Sparrate als monatliche Auszahlung zur Verfügung zu haben.
  • Bei einem Anlagezeitraum von 30 Jahren ist als Sparrate ein Einkommensanteil von 29% notwendig, um nach 30 Jahren monatlich das Einkommen abzüglich der Sparrate als monatliche Auszahlung zur Verfügung zu haben.
  • Bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren ist als Sparrate ein Einkommensanteil von 45% notwendig, um nach 20 Jahren monatlich das Einkommen abzüglich der Sparrate als monatliche Auszahlung zur Verfügung zu haben.

Weitere Informationen
H. Jacobsen und M. Weber (Universität Mannheim): Random Walk plus Drift – Was Aktienkurse wirklich sind
Dr. Gerd Kommer: Die Fragwürdigkeit von Einzelaktien­investments