Über mich

Am 26. Juli 1973 erblickte ich im ostfriesischen Emden das Licht der Welt.

Ich hatte von Anfang an ein entspanntes und neutrales Verhältnis zu Geld und Finanzen. In meinem Elternhaus habe ich Geld nie als Mangel oder als im Überfluss vorhanden wahrgenommen. Meine Eltern haben mir schon früh bei der Sparkasse ein Kinderkonto eröffnet und monatlich 20 Mark überwiesen. Ich hatte schon damals ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Konsum und Sparen.

Während meines Studiums als Informatiker in Emden habe ich neben der Unterstützung meiner Eltern und dem Staat (Bafög, Taschengeld, Hotel Mama) mit Zeitungsaustragen und Ferienjobs meinen Lebensstandard finanziert. Ich habe dabei immer nur das ausgegeben was ich zur Verfügung hatte. Als Indikator diente dabei mein Kontostand, den ich nie – und das war damals schon ein unbewusstes Prinzip – ins Minus laufen lies. Bei einem Auslandssemester in Irland musste ich zum ersten mal strukturierter mit meinem Geld haushalten. Mittels meines ersten Haushaltsbuches habe ich dabei Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten und konnte dadurch meinen Finanzrahmen einhalten.

Kurz vorm Ende des Studiums hatte ich meinen ersten Kontakt mit einem Finanzdienstleister. Der Finanzdienstleister mit drei Buchstaben kam damals in die Hochschulen und versuchte zukünftige Kunden zu aquiriren. Für mich war das eine komplett neue Welt, da ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht explizit mit dem Thema auseinandergesetzt hatte. Ich hatte also damals einen Verkäufer an der Backe, der schon fleissig mein noch nicht vorhandenes Einkommen in Versicherungen, Anlageprodukten, etc. verplante. Die Konzepte klangen auch sehr gut. Sowas mit Airbag und soweiter. Zum Glück gab es damals schon das Internet, denn hier konnte ich mir eine zweite Meinung zu den Unternehmen einholen. Dies war das erste Mal, dass ich mich mit dem System auseinandergesetzt habe und verstand wie es sich finanziert. Denn schon damals war mir klar, dass es keine Dienstleistung umsonst gibt.

Zum Berufsstart beschloss ich dann meine Finanzen in die eigene Hand zu nehmen. Der Verkäufer versuchte es noch ein paar mal bei mir, gab dann aber irgendwann auf. Das war auch die Geburtsstunde meines regelmäßigen Haushaltsbuches. Mithilfe meines Haushaltsbuches hatte ich zu jeder Zeit volle Transparenz über meine finanzielle Situation. Das führte dazu, dass ich nie mehr ausgab, als ich einnahm und sogar einen Teil davon sparte. Das war die Grundlage für einen soliden Finanzhaushalt. Auch wenn ich finanziell gut aufgestellt war fehlte mir doch noch echte finanzielle Bildung. So war mir damals z.B. nicht der Unterschied zwischen Sparen und Investieren sowie zwischen Vermögen und Verbindlichkeiten klar. Immerhin legte ich meine Sparbeträge auf damals noch ordentlich verzinsten Tagesgelder und Festgelder an.

Meine ersten Erfahrungen mit Investitionen machte ich als ich mich intensiver mit der Börse auseinandersetzte. Zunächst investierte ich in aktive Fonds (z.B. der DWS Vermögensbildungsfonds I oder der Astra-Fonds). Ich nutzte damals die Fondslisten der Stiftung Wartentest und investierte in den damaligen Top-Fonds. Nach einer Zeit verschwanden die Fonds aber aus der Liste der Top-Fonds und irgendwie hatte ich nicht das Gefühl auf das richtige Pferd zu setzen. Irgendwann stolperte ich über die Seite fool.de wo die Kosten von aktiv gemanagten Fonds thematisiert wurden sowie die wissenschaftliche Erkenntnis, dass nur ein kleiner Teil von aktiven Fonds den jeweiligen Markt nach Kosten schlagen konnten. Auf Basis einer Dividendenstrategie investierte ich dann fortan direkt in Aktien.

Auch bei mir war dann irgendwann das Eigenheim ein Thema. Meine Frau und ich suchten 2012 in Hamburg nach einer Eigentumswohnung und fanden dann auch ein geeignetes Objekt. Durch meine Transparenz in den Finanzen konnte ich sehr gut ausrechnen wie viel wir uns leisten können, um sowohl die Kreditraten + Sondertilgungen als auch unser Lebensstandard und unser geplanten Familienzuwachs zu finanzieren. Der Kredit wird mit großer Wahrscheinlichkeit 2022 (und damit nach 10 Jahren) durch Sondertilgungen vollständig getilgt sein. Mit meinem Wissen von heute würde ich möglicherweise die Entscheidung für eine Eigentumswohnung (zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage) nicht mehr ohne Weiteres fällen. Mittlerweile ist die Wohnung vermietet und wird vor Steuern bei Abzahlung mit 2,88% rentieren wobei Instandhaltungskosten und -rücklagen (aber kein Mietausfallrisiko) einberechnet sind. Verglichen mit einem Brot- und Butter Anlage in einen Weltindex ist der Aufwand und das (Klumpen-)Risiko mit der gegebenen Rendite aber deutlich zu hoch.

Mein Interessse an Finanzen und der Wirtschaft nahm weiter zu und ich informierte mich auf Finanzblogs (unter anderem z.B. bei www.zendepot.de, www.finanzwesir.de), Podcasts (Finanzrocker, Finanzwesir rockt), Bücher (Rich Dad Poor Dad, Souverän Investieren mit Indexfonds & ETFs) und auf Youtube (Finanzfluss, Mission Money) intensiver über die Thematik. Über die Zeit haben sich meine persönlichen Prinzipien und Annahmen bzgl. Finanzen und Wirtschaft immer weiter ausgebildet. Dabei habe ich gezielt auch immer darauf geachtet mir differenzierte Meinungen anzuhören, um in keine Filterblase zu kommen und meine Prinzipien und Annahmen robuster werden zu lassen.

Über die Zeit haben sich bei mir die folgenden Prinzipien und Annahmen herausgebildet:

Annahmen

  • Die Marktwirtschaft wird auch in Zukunft bestand haben
  • Es wird auch in Zukunft Produktivitäts- und Wirtschaftswachstum geben
  • Kurz- und mittelfristige Irrationalität verursacht durch Behavioral Finance aber langfristig effiziente Märkte

Prinzipien und Grundlagen

  • Wissenschaftliche Basis: Moderne Portfoliostrategie (MPT) nach dem Nobelpreisträger Markowitz
  • Buy and Hold Anleger
  • Passive Anlagestrategie
  • Pareto Prinzip

Auf Basis meiner Annahmen und Prinzipien habe ich für mich eine Brot- und Butter Anlagestrategie definiert, die den kleinstmöglichen Aufwand hat (Pareto), breit diversifiziert ist (MPT), auf Autopilot fährt (passive Anlagestratgie) und für die Ewigkeit gedacht ist (Buy & Hold).

Konkret gibt es bei meinem Brot- und Butter Portfolio einen chancenorientierten Anteil und einen sicheren Anteil. Der chancenorientierte Teil besteht bei mir aus dem weltweit anlegenden ETF Vanguard FTSE All-World (vergleichbar mit dem MSCI World / MSCI ACWI) und deckt damit die Entwicklung der Weltwirtschaft ab (siehe Annahme 2). Der sichere Anteil besteht aus Tagesgeld oder kurzfristigen deutschen Staatsanleihen. Ich plane dieses Brot- und Butter Portfolio in Zukunft nicht mehr umzustellen und nutzte es, um es langfristig mit anderen Anlageformen zu vergleichen.

Für viele sind Finanzen ein gordischer Knoten. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie man Transparenz in die eigenen Finanzen bringen kann. Sobald die Transparenz da ist können 80% der Finanzentscheidungen auf Basis von wenigen sog. Brot- und Butter Finanzprodukten umgesetzt werden (Pareto). Die wichtigsten Attribute dieser Finanzprodukte sind leichte Verständlichkeit und niedrige Kosten. Durch eigene Erfahrungen und Recherchen habe ich bei den Themen Transparenz in den Finanzen, Altersvorsorge und Vermögensaufbau (ETFs), selbst bewohntes und vermietetes Eigenheim (Darlehen, steuerliche Aspekte) sowie die Risiken und Kosten von diversen Produkten (Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Riester, Rürup, aktive Fonds, Immobilienfonds, P2P-Kredite, etc.) konkrete Erfahrungen gesammelt und die Konzepte dahinter verstanden. Diese Wissen versetzt mich in der Lage – auch ohne formale Ausbildung im Bereich Finanzen – wissenschaftlich untermauerte, in der Finanzcommunity akzeptierte und aus der Verbraucherperspektive sinnvolle Finanzentscheidungen herbeizuführen. Ich vermittel dabei das Wissen und die Transparenz. Die finale Entscheidung muss dann jeder selbständig fassen. Denn am Ende ist jeder für seine Finanzen immer nur selbst verantwortlich.

Ein sehr wichtiges Thema bei Finanzentscheidungen ist die sog. Behavioral Finance also die Psychologie der Anleger. Der größte Feind des Anleger ist man selbst. Auch hier kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Ich bin selbst in vielen dieser Fallen getappt. Mit meinem angeeigneten Wissen über diese Verhaltensmuster bin ich aber mittlerweile deutlich immuner und handel rationaler. Ich sehe mich daher auch als Ansprechpartner für Situationen wo der Zweifel größer wird (z.B. bei unruhigen und sinkenden Märkten).